Aussaat und Pflanzung

Da kälteempfindliche Pflanzenarten, wie Freilandgurken, Buschbohnen, Markerbsen und Stangenbohnen Bodentemperaturen von 8 bis 10°C benötigen, ist eine Aussaat vor dem 15. Mai nicht zu empfehlen. Kürbisse, Zucchini, Kohlarten und Sellerie pflanzt man bevorzugt als vorgezogene Jungpflanze. Nach den Eisheiligen ist auch Pflanzzeit für Tomaten. Sind die vorgezogenen Tomatenpflanzen zu lang und spillerig gewachsen, werden nicht nur der Wurzelballen, sondern auch die unteren Stängel in den Boden gesetzt.

Einjährige Sommerblumen können im Mai als Lückenfüller im Staudenbeet ausgesät werden. Zur Gesunderhaltung der Gemüsepflanzen lassen sich Tagetes, Ringelblume und einjährige Kräuter wie Dill, Bohnenkraut oder Borretsch in das Gemüsebeet  bringen.

Düngen

Der im Frühjahr ausgebrachte Kompost in einer maximalen Menge von 3 L/m² Gartenboden dient in der Regel als Grunddüngung wodurch die jährlich erforderliche Nährstoffversorgung der Pflanzen mit Phosphat und teilweise Kali sichergestellt ist. Als Stickstofflieferant reicht Kompost für Gemüse jedoch nicht aus. Es sind zusätzliche Stickstoffgaben erforderlich. Doch ist Vorsicht geboten, damit es nicht zu einer Stickstoffüberdüngung kommt. Es empfiehlt sich daher, etwa alle 6-10 Jahre eine Bodenprobe zu nehmen und den Humusgehalt bestimmen zu lassen. Um den Bedarf an Kali und Magnesium festzustellen, ist mittels Bodenprobe eine Bestimmung alle 4-5 Jahre sinnvoll. Z.B. sind Buschbohnen stark magnesiumbedürftig. Aufgehellte Gewebebereiche zwischen den Blattadern weisen auf einen Mangel hin und eine Gabe von magnesiumhaltigem Dünger ist erforderlich. Genauere Dünge- Empfehlungen sind bei der Bayrischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau beschrieben. 

Wässern

Im Wachstumsmonat Mai haben Obstkulturen einen erhöhten Wasserbedarf. Deshalb sollte bei  Trockenheit ausgiebig gewässert werden. Das gilt besonders für die Frühjahrspflanzungen und für Flachwurzler wie Beerensträucher und Erdbeeren. Am günstigsten ist es, im Bereich der Kronentraufe (am Kronenrand) zu gießen, da sich dort die meisten Feinwurzeln befinden. Zu bedenken ist außerdem, dass Rasen unter Obstgehölzen ein Wasser- und Nährstoffkonkurrent ist. Er sollte regelmäßig gemäht werden. Auch Gemüsepflanzen und Sommerblumen gilt es bei Trockenheit ausreichend mit Wasser zu versorgen. Der sparsame Umgang mit Wasser ist dabei wichtig. Regelmäßiges Hacken, Unkrautbekämpfung und Mulchen sparen viel Wasser. 

Pflanzenschutz

Grauschimmel (Botrytis) kann bei Erdbeeren zu Verlusten führen. Vorbeugende Maßnahmen sind:

  • sorgfältiges Säubern des Pflanzenbestandes von abgestorbenen Blättern (bereits ab April),
  • ausreichender Pflanzenabstand,
  • Sortenwahl,
  • kürzere Kulturdauer (zwei Jahre) und
  • richtiges Gießen (morgens zwischen die Pflanzen, ohne Blätter und Früchte zu benetzen).

Günstig auf die Verringerung des Grauschimmelbefalls wirkt sich auch das Abdecken des Bodens mit schützendem Material wie geschnittenes Stroh, Häcksel oder Holzwolle. Die Mulchschicht lässt die Früchte bei Nässe schneller abtrocknen und hilft gegen Schnecken- und Tausendfüßlerfraß. Jedoch erst nach der Erdbeerblüte mulchen, damit der Boden sich zur Blütezeit genügend erwärmen kann. 

Himbeerkäfer beginnen ihren Flug im Mai und legen ihre Eier in die jungen Himbeerknospen und –blüten. Die Maden fressen an den Früchten. Werden Maden und Käfer entdeckt, gilt es sie abzusammeln.  Pilze können an Himbeeren die Rutenkrankheit verursachen und zum Absterben der ganzen Pflanze führen. Befallene Ruten sind sofort bodennah abzuschneiden und im Hausmüll zu entsorgen.

Kirschen „röteln“. Verfärben sich die Kirschen etwa 2 Wochen nach der Blüte unausgereift und fallen vom Baum, sind sie meist aus unbefruchteter Blüte hervorgegangen oder wurden von Kälte überrascht. 

Kirschessigfliegen befallen nicht nur Kirschen, sondern insbesondere Weintrauben und Beerenobst wie Himbeeren, Brombeeren und Erdbeeren.  Beerensträucher lassen sich mit feinmaschigen Netzen schützen. Kirschbäume werden häufiger von der Kirschfruchtfliege befallen. Diese schlüpfen von Mai bis Juni aus ihrem Überwinterungsquartier im Boden. Eindämmen lässt sich die Verbreitung der Fruchtfliege durch rechtzeitiges Absammeln befallener Kirschen, die auf dem Boden landen. Es empfiehlt sich auch, den Boden unter dem Baum ab Mai mit einem Flies oder feinmaschigen Netz abzudecken. Gelbtafeln dienen vor allem als Nachweis für das Vorhandensein der Fruchtfliegen, weniger zum Einfangen der Fliegen.

Wenn sich bei Pfingstrosen ein Teil der Knospen nicht weiter entwickelt, leiden sie meist unter Grauschimmel. Durch den Erreger dieser Krankheit (Botrythis paeoniae) werden die äußeren Hüllen der Knospen zerstört und so verklebt, dass sich die Blüten nicht entfalten können. Befallene Pflanzenteile sind unbedingt zu entfernen und im Hausmüll zu entsorgen. 

Rieseln bei Schwarzen Johannisbeeren die Trauben bevor die Früchte reif sind, ist die Ursache meist Trockenheit (Johannisbeeren sind Flachwurzler!), zu starker Schnitt, überhöhte Stickstoffdüngung oder ungenügende Bestäubung.  Fremdbestäubung durch Anbau mehrerer Sorten wirkt sich günstiger auf Ertrag und Fruchtqualität aus als Selbstbestäubung. Gießen nicht vergessen.

Knollen pflanzen 

Die vorgetriebenen Knollen der Begonien und Rhizome des Blumenrohrs (Canna) sollten nicht vor dem 20. Mai gepflanzt werden. Beide sind sehr frostempfindlich und fallen – anders als Dahlien – selbst leichten Spätfrösten zum Opfer. 

Belüften

Bei Gewächshäusern sollte auf eine gute Belüftung geachtet werden, um den Befall durch Spinnmilben und die Bildung von Kraut- und Braunfäule zu verringern.

Wenn im April noch geschehen, empfiehlt sich im Mai noch den Rasen zu vertikutieren. Förderlich für die Belüftung ist auch das Ausbringen von feinkörnigem Sand auf die Rasenfläche

Kübelpflanzen ins Freie

Nach den Eisheiligen können die Kübelpflanzen in den Garten.